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Sprüche über Anerkennung

514 Sprüche — Seite 25

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Befehlen und gehorchen heißt, mit Mächten in Beziehung gebracht zu werden, und es ist nur sinnvoll, wenn der Befehlshaber im Vollbesitz dieser Mächte ist.

    Sebastian Faber

  2. Große Taten erscheinen uns oft so bewundernswert, dass wir sie nur von gereiften, erfahrenen, gefestigten Männern ausgeführt glauben und zu diesen wie zu Greisen verehrungsvoll aufschauen: wie staunen …

    Theodor Toeche-Mittler

  3. Besser, man zeichnet sich aus, als dass man sich auszeichnen lässt.

    Johann Gottlieb Nathusius

  4. Wer Schweine aufzieht, ist ein produktives, wer Familienmitglieder aufzieht ein unproduktives Mitglied unserer Gesellschaft

    Friedrich List

  5. Wir können nicht alle Helden sein, denn irgendwer muss auf der Tribüne sitzen und klatschen

    William Penn Adair Rogers

  6. Es ist sehr leicht, die Menschen zu behandeln, wenn man sie nicht achtet.

    Fanny Lewald

  7. Die Gebirge sind stumme Meister und schaffen schweigsame Schüler

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Der Mensch hängt unzerreißbar fest an den Wurzeln seiner Ehre, wie weit sie auch in die graueste Vergangenheit hineinragen.

    Wilhelmine von Hillern

  9. Hätte man von Anbeginn der Zeiten immer das nützliche und heilsame nur deswegen unterlassen, weil es noch neu und nicht im Gebrauch war, weil es gerade erst erfunden wurde, so würden den Menschen viel …

    Dorothea Christiane Erxleben

  10. Es ist ein krankhafter, schwächlicher Geisteszustand, auf Lob, und nicht auf Inhalt des Lobes zu halten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  11. Reine Liebenswürdigkeit und echter guter Wille sind die höchsten menschlichen Eigenschaften, gegen welche alles tatkräftige Heldentum mit seinem Glanz und Ruhm zurücktritt.

    Rahel Varnhagen von Ense

  12. Ein Orden und der Galgen werden manchmal auf demselben Wege verdient.

    Juvenal

  13. Jeden adelt sein eigenes Werk.

    Juvenal

  14. Der eine bekommt ein Kreuz, der andere eine Krone als Lohn für sein Verbrechen

    Juvenal

  15. Rechtschaffenheit wird (von allen) gelobt und stirbt doch vor Kälte

    Juvenal

  16. Der Friede hat ebenso viele Siege aufzuweisen wie der Krieg, aber weit weniger Denkmäler.

    Kin Hubbard

  17. Niemanden stört eine Unterbrechung, wenn es Beifall ist

    Kin Hubbard

  18. Nichts ist schwieriger als ein Empfehlungsschreiben für jemanden, den man gut kennt.

    Kin Hubbard

  19. Wer dankt, bekommt immer mehr zum Danken.

    Hermann von Bezzel

  20. Ein voller Widerhall aus dem Herzen des Empfangenden ist dem Schaffenden ein Bedürfnis.

    Gustav Mahler