729 Sprüche — Seite 37
Kein Mensch bleibt derselbe, wenn er wirklich lernt. Lernen verändert nicht nur das, was jemand weiß, sondern auch die Art, wie er fragt, beobachtet und sich selbst in Beziehung zur Welt setzt. Deshalb ist es weit mehr als Schulstoff oder Methode, nämlich eine Grundbewegung des Lebens.
Wer bereit ist zu lernen, gibt zu, noch nicht fertig zu sein — und das ist keine Schwäche, sondern die Bedingung jeder echten Entwicklung. Demut und Neugier zusammen öffnen jenen Horizont, der sich still, aber dauerhaft erweitert, wann immer ein Mensch wirklich hinschaut und zuhört.
Das Schicksal geht mit uns wie mit Pflanzen um. Es macht uns durch kurze Fröste reifer
— Jean Paul
Wir irren alle und leben in Irrtümern und können sie nicht vermeiden. Was wir aber können, das ist, sie aufzusuchen und inne zu werden und sie dadurch in unsere besten Lehrer zu verwandeln.
— August Pauly
Mit dem Lernen betrügen wir die Zeit, die alles mit sich fortnimmt. Sie muss uns etwas zurücklassen.
— August Pauly
Die Art, wie das Lernen in seiner untersten Stufe betrieben wird und wie das Kind sich gewöhnt, es zu betrachten, ist für das Leben häufig entscheidend.
— Theodor Waitz
Kindheit ist kein zeitlicher Begriff, sondern ein Gelände der Seele, allezeit dem offen, der das Lernen nicht verlernt und nicht das Staunen.
— Maria Waser
Das Interesse am Unterricht ist das nächste Band zwischen Lehrern und Schülern und die beste Bürgschaft für den Erfolg
— Friedrich Polack
Ein Lehrer ohne Freudigkeit ist eine Uhr ohne Feder
— Friedrich Polack
Die Wissenschaft ist die Ortsbeschreibung der Unwissenheit.
— Oliver Wendell Holmes
Manche Leute haben nicht das Recht, recht zu haben. Denn jeder muss erst den gesamten Bildungsweg zurücklegen.
— Walter Calé