498 Sprüche — Seite 3
Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.
Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.
Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte.
— Adolph Kolping
Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.
— Karl Theodor Jaspers
Der Schritt ist mehr als das Ziel
— Victor Auburtin
Es muß furchtbar sein zu hoffen, und niemals die Erfüllung seiner Hoffnung zu erleben.
— John Knittel
Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, kein Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
Infolge langer Erfahrung hat man aufgehört, viel von den Menschen zu erwarten.
— Arthur Schopenhauer
Die Hoffnung nährt mich, sie nährt ja die halbe Welt, und ich habe sie mein Lebtag zur Nachbarin gehabt; was wäre wohl sonst aus mir geworden?
— Ludwig van Beethoven
Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt
— Fjodor M. Dostojewski
Willst du getröstet werden, so vergiss derer, denen es besser geht, und denke immer an die, denen es schlimmer ist.
— Eckhart von Hochheim
Gott wäre etwas gar erbärmliches, wenn er sich in einem Menschenkopfe begreifen ließe.
— Christian Morgenstern
Es gibt sowenig einen christlichen Staat, wie es christliche Parteien gibt.
— Friedrich Dürrenmatt
Mögen die Fallstricke des Bösen nie um deine Türschwelle gespannt sein.
Ist die Nacht auch noch so schwarz und schwer: Die Liebe erleuchtet selbst das finsterste Dunkel.
Der Glaube gibt uns Kraft, tapfer zu tragen, was wir nicht ändern können, und Enttäuschungen und Sorgen gelassen auf uns zu nehmen, ohne je die Hoffnung zu verlieren.
— Martin Luther King
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.
Der Herr erquickt meine Seele. Er führt mich auf rechter Strasse um seines Namens willen.
Den Glauben an dich selbst, lass dir von niemandem rauben, wenn du dir selbst nicht traust, wird niemand an dich glauben.
Ich wünsche dir, dass du liebst, als hätte dich noch nie jemand verletzt, dass du tanzt, als würde keiner hinschauen, dass du singst, als würde keiner zuhören, dass du lebst, als wäre das Paradies …
Und falls ich sterbe bevor du es tust, werde ich zum Himmel gehen und auf dich warten.
Wenn ich allein träume, ist es nur ein Traum. Wenn wir gemeinsam träumen, ist es der Anfang der Wirklichkeit