50 Sprüche — Seite 2
Im Mai scheint die Natur ihre heitere Entschiedenheit zurückzugewinnen. Wachstum, Blüte und wechselhaftes Wetter verbinden sich zu einem Monat, der seit jeher mit Fruchtbarkeit, Aufbruch und ländlicher Beobachtung verbunden ist. Darum wirkt das Thema zugleich sinnlich, volkstümlich und voller Erwartung.
Ein kühler Mai wird hoch geacht', hat stets uns fruchtbar Jahr gebracht.
Krieg'n im Mai die Büsche Blätter, wirkt die Landschaft gleich viel netter.
Gibt's im Mai viel Regenwetter, wird auch das Getreide fetter.
Zu Philip und Jakobi Regen, bedeutet viel Erntesegen. (01. Mai)
Der Florian, der Florian, noch einen Schneemann setzen kann. (04. Mai)
Nie verlerne, so zu lachen, wie du jetzt lachst, froh und frei, denn ein Leben ohne Lachen ist ein Frühling ohne Mai!
Pankraz, Servaz und Bonifaz, die machen erst der Sonne Platz. (12. - 14. Mai)
Fröste im Mai schädlich sind, gut hingegen sind die Wind'.
Ist im Januar dick das Eis, gibt's im Mai ein üppig Reis.
Es ist kein Mai so gut- er schneit dem Schäfer auf den Hut.
Donnert's im März, schneit's im Mai.
Will der Mai ein Gärtner sein, trägt er nicht in Scheunen ein.
Der Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber dem Magen keine Früchte.
Trockener Mai bringt Dürre herbei.
Marientau macht grüne Au
Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken; ist er aber feucht und kühl, gibt's Frücht' Futter viel.
Wenn im Mai die Triebe walten, kann den Bauern keiner halten.
Vor Nachtfrost sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist. (15. Mai)
Der April treibt sein Spiel. Treibt er's toll, wird die Tenne voll.
Zu St. Georg soll sich's Korn so recken, dass sich kann eine Krähe verstecken. (23. April)