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Sprüche über Enttäuschung

180 Sprüche — Seite 7

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft — nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand — und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.

  1. Kaum gedacht, kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht.

    Wilhelm Hauff

  2. Der Weg, auf dem eine Regierung zugrunde geht, ist der, wenn sie bald dies, bald jenes tut, wenn sie heute etwas zusagt, und dies morgen nicht mehr befolgt.

    Otto von Bismarck

  3. Der Himmel versperrt nicht jeden Weg.

  4. Selbsterkenntnis gibt dem Menschen das meiste Gute, Selbsttäuschung aber das meiste Übel.

    Sokrates

  5. Man verliebt sich oft nur in einen Zustand des anderen, in seine Heiterkeit oder in seine Schwermut. Schwindet dieser Zustand dann, so ist damit auch der feine besondere Reiz jenes Menschen geschwu …

    Christian Morgenstern

  6. Das Volk gehört nicht zu jenen Geliebten, welche an Schönheit gewinnen, wenn man sie im Negligé sieht.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  7. Man erlebt immer wieder Enttäuschungen, aber man lernt auch immer besser damit umzugehen.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  8. Nur Siege und keine Niederlagen kennen ist von Nachteil.

  9. Männer, die zur Schmetterlingsjagd tendieren, haben meist schlechte Erfahrungen mit Frauen hinter sich.

    David Herbert Lawrence

  10. Unser Stolz auf den Besitz irgendeiner guten Eigenschaft erleidet einen argen Stoß, wenn wir sehen, wie stolz andere auf das Nichtbesitzen derselben guten Eigenschaft sind

    Marie von Ebner-Eschenbach

  11. Für immer sucht vergebens, wer in seinem Herzen sucht.

    Bettina von Arnim

  12. Unsere Zeit ist eine Zeit der Erfüllung, und Erfüllungen sind immer Enttäuschungen.

    Robert Musil

  13. Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich dabei.

  14. Um in den Dingen des Menschenherzens durch und durch bewandert zu sein, müssen wir auch noch in dem mit eisernen Schließen verschlossenen Buch der Verzweiflung nachschlagen.

    Edgar Allan Poe

  15. Ich rechne nie! Auf die Art kann's Schicksal mir auch nie einen Strich durch die Rechnung machen.

    Johann Nepomuk Nestroy

  16. Man darf sich nicht kränken, wenn uns andere nicht die Wahrheit sagen: denn wir sagen sie uns oft selber nicht

    François de la Rochefoucauld

  17. Schläge von einem Freund sind wie das Essen von Rosinen

  18. Wahlen sind manchmal die Rache des Bürgers. Der Stimmzettel ist ein Dolch aus Papier

    David Lloyd George

  19. Männer heiraten, weil sie müde, Frauen, weil sie neugierig sind; beide werden enttäuscht.

    Oscar Wilde

  20. Vier Dinge dürfen uns nicht blenden: Die Vertraulichkeit des Fürsten, die Schmeichelei der Damen, das Lächeln des Feindes und die Wärme des Winters; denn sie sind von kurzer Dauer.

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft — nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand — und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.