Sprüche über Glauben
824 Sprüche — Seite 20
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus — Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Der Glaube bringt genug Licht für diejenigen, die glauben wollen, und genug Schatten, um diejenigen mit Blindheit zu schlagen, die es nicht wollen.
— Blaise Pascal
Wenn ich sterben werde. Herr, ich komme zu Dir, denn ich habe in Deinem Namen den Acker bestellt. Dein ist die Saat. Ich habe diese Kerze gebildet. An dir ist es, sie anzuzünden. Ich habe diesen …
— Antoine de Saint-Exupéry
Ein Mensch, der dich zu Herzen nimmt. Ein Mensch, der dich lächelnd aufschliesst, dich erquickt und erwärmt. Dich zum Blühen bringt. Einer ist genug. Ein Mensch, der unzerstörbar an dich glaubt.
Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen.
— Dietrich Bonhoeffer
Niemand wird so alt, dass er nicht glaubt, noch etwas länger leben zu können
Die Natur ist ein Brief Gottes an die Menschheit.
— Platon
Wir haben kein Recht zu fragen, warum Gott das, was er tut, so tut.
— John Henry Newman
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.
— Christian Johann Heinrich Heine
Gebt euch nicht mit Kleinem zufrieden, Gott erwartet Großes!
— Katharina von Siena
Freundschaft ist ein Zustand, der besteht, wenn jeder Freund glaubt, dem anderen gegenüber eine leichte Überlegenheit zu haben.
— Honoré de Balzac
Gott trifft selbst durch das Dach des eigenen Hauses.
Ein Mensch, der Gott gehorcht, erwählt das beste Teil; ein Mensch, der Gott verlässt, verlässt sein eignes Heil.
— Christian Fürchtegott Gellert
Herr, gib ihm die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihm. Lass ihn ruhen in Frieden.
"Dennoch" ist ein schönes Wort, "dennoch" heißt mein Glaube; "dennoch" sag ich fort und fort, ob ich lieg im Staube, ob ich steh auf der Höh in des Glückes Schimmer: "Dennoch!" sag ich immer.
— Claus Harms
Die recht Frommen haben sogar ihren Gott, um den nächsten damit zu schikanieren.
— Emil Gött
Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir darum leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.
Der Mensch verlangt nicht so sehr nach Gott als nach dem Wunder.
— Fjodor M. Dostojewski
Ein vollständiger Atheist steht auf der vorletzten Stufe zum vollständigsten Glauben
— Fjodor M. Dostojewski
Die zwei Weisesten der Menschen, Sokrates und Christus, schrieben keine Bücher.
— Karl Julius Weber
Im Westen hat man Christus verloren, und deshalb kommt der Westen zu Fall, einzig und allein deshalb.
— Fjodor M. Dostojewski