300 Sprüche — Seite 2
Kaum etwas rückt den Menschen so unerbittlich auf sich selbst zurück wie die Krankheit. Sie stört Gewohnheiten, nimmt Sicherheit und macht spürbar, wie eng Körper, Seele und Lebensmut miteinander verbunden sind. Deshalb ist dieses Thema nie bloß medizinisch, sondern immer auch existenziell.
In ihr zeigt sich, wie verletzlich das Leben bleibt und wie viel Geduld, Trost und innere Sammlung in schweren Zeiten nötig werden. Krankheit zwingt zum Innehalten und stellt Fragen nach Belastbarkeit, Sinn und dem Wert dessen, was zuvor selbstverständlich schien.
Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit
— Otto von Bismarck
Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.
— Robert Koch
Gesundheit? - Was nützt einem Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?
— Theodor W. Adorno
Wer trinkt ohne Durst, wer isst ohne Hunger, der stirbt um so junger
— Martin Luther
Reich ist, wer keine Schulden hat, glücklich, wer ohne Krankheit lebt.
Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten und nicht an ihren Krankheiten
— Jean-Baptiste Molière
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.
Liebe ist durchaus Krankheit.
— Novalis
Geh eine Meile, um einen Kranken zu besuchen, zwei Meilen, um Frieden zu stiften, und drei, um einen Freund zu suchen.
Man kann sich viel leichter krank faulenzen als krank arbeiten.
— Peter Rosegger
Einzig den Ärzten ist es erlaubt zu lügen.
Unser Herz will Dich halten. Unsere Liebe dich umfangen. Unser Verstand muss dich gehen lassen. Denn deine Kraft war zu Ende und deine Erlösung Gnade.
Wer sich stets zuviel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht.
— Friedrich Nietzsche
Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.
— Ludwig Börne
Fast jeder Doktor hat seine Lieblingsdiagnose.
— Henry Fielding
Die gefährlichsten Krankheiten sind immer noch Hass, Neid und Geiz
— Pearl S. Buck
Der Arzt verbindet nur deine Wunden. Dein innerer Arzt aber wird dich gesunden. Bitte ihn darum, sooft du kannst
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.
— Sebastian Kneipp
Ein Glückspilz ist, wer irgendein physisches Gebrechen hat, das er für die schwachen Stellen seiner Seele verantwortlich machen kann
— Henry de Montherlant
Denn noch bis jetzt gab es keinen Philosophen, der mit Geduld das Zahnweh konnt' ertragen
— William Shakespeare