300 Sprüche — Seite 5
Kaum etwas rückt den Menschen so unerbittlich auf sich selbst zurück wie die Krankheit. Sie stört Gewohnheiten, nimmt Sicherheit und macht spürbar, wie eng Körper, Seele und Lebensmut miteinander verbunden sind. Deshalb ist dieses Thema nie bloß medizinisch, sondern immer auch existenziell.
In ihr zeigt sich, wie verletzlich das Leben bleibt und wie viel Geduld, Trost und innere Sammlung in schweren Zeiten nötig werden. Krankheit zwingt zum Innehalten und stellt Fragen nach Belastbarkeit, Sinn und dem Wert dessen, was zuvor selbstverständlich schien.
Es gibt keine Krankheit oder Verletzung, die nicht mit Hilfe unserer Sanitäter zum Tode führen könnte!
Stillstand des Blutens macht krank, Stillstand des Denkens macht dumm.
Zwei Dinge pflegen den Fortschritt der Medizin aufzuhalten: Autorität und Systeme.
— Rudolf Virchow
Auch wenn es Frauen gut geht, haben sie doch wenigstens Migräne.
Krankheit ist für die Trägen ein Fest, denn sie enthebt sie der Arbeit.
— Antiphon
Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt.
— Hippokrates von Kós
Was Medikamente nicht heilen, heilt das Schwert, was das Schwert nicht heilt, heilt das Feuer, was aber das Feuer nicht heilt, muss als unheilbar angesehen werden.
— Hippokrates von Kós
Man soll vor allem Mensch sein und dann erst Arzt.
— Voltaire
Der Arzt soll die Kraft und die Natur der Krankheit im Ursprung suchen, denn den Rauch vom Feuer sollen wir nicht löschen, sondern allein das Feuer
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Dummheit ist ansteckend, Verstand wächst sich kaum zur Epidemie aus.
— Kazimierz Bartoszewicz
Menschen gleicher Gesinnung suchen einander, Menschen mit gleicher Krankheit bedauern einander.
Mediziner kann nur derjenige genannt werden, der als den letzten Zweck seines Strebens das Heilen betrachtet.
— Rudolf Virchow
Hass ist so ausdauernd und so hartnäckig, dass eine Versöhnung auf dem Sterbelager eines Kranken das sicherste Zeichen des Todes ist.
— Jean de la Bruyère
Nach den Jahren der Last kommt die Last der Jahre
— Johann Wolfgang von Goethe
Schlaf und Wachheit sind als Krankheit zu betrachten wenn sie im Übermaß auftreten
— Hippokrates von Kós
Das sicherste Mittel gegen Seekrankheit: sich unter einen Apfelbaum legen.
— Horatio Nelson
Seine Krankheit zu kennen ist der Anfang der Genesung.
Unterdrückter Ärger wird zu bleibendem Groll — und der schwächt wie eine verschleppte Krankheit. Gezeigter Ärger erleichtert, vergeht und stärkt.
— Else Pannek
Gesundheit kommt vom Herzen, Krankheit geht zum Herzen.
Die Gebrechlichen haben oft Fertigkeiten, deren ein ordentlich gebauter Mensch wohl nicht unfähig, doch zu erlernen nicht entschlossen genug ist.
— Georg Christoph Lichtenberg