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Sprüche über Veränderung

529 Sprüche — Seite 18

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Alle Frauen werden wie ihre Mutter. Das ist ihre Tragödie. Männer werden nie wie ihre Mutter. Das ist ihre Tragödie.

    Oscar Wilde

  2. Wenn dein Sohn groß ist, mache einen Bruder daraus.

  3. Frauen sind austauschbare Instrumente für ein stets identisches Vergnügen.

    Marcel Proust

  4. Früher wurden die Mädchen noch rot, wenn sie sich schämten; heute schämen sie sich, wenn sie rot werden!

  5. So manche Wahrheit ging von einem Irrtum aus.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  6. Wir stehen uns manchmal selber im Weg. Vielleicht wäre ein Umweg ein Ausweg.

  7. Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.

    Oscar Wilde

  8. Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

    Friedrich von Schiller

  9. Wer sich gezwungen sieht, mit den Wölfen zu heulen, mag sich in reiner Notwehr befinden. Aber ist das ein Grund, hinterher mit den Schafen zu blöken?

    Gottfried Keller

  10. Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.

    Leo Tolstoi

  11. Ein Baum wird noch lange kein Krokodil, wenn er jahrelang im Niger treibt.

  12. Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag

    Konfuzius

  13. Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.

    Joachim Ringelnatz

  14. Jede Brücke, die du nicht überquerst, ist eine verpaßte Chance auf ein neues Leben

  15. Wenn man erkennt, man kann sich ändern, und tut es doch nicht, dann wird man schuldig

  16. Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.

    Friedrich Nietzsche

  17. Erst der Ernst macht den Mann, erst der Fleiß das Genie.

    Theodor Fontane

  18. Zeit macht aus einem Gerstenkorn eine Kanne Bier.

  19. Eine kleine Reise tut gut, um die Welt zu erneuern.

    Marcel Proust

  20. Soviel sich auch um und in mir ändere, dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht mich unverändert jetzt an.

    Jean Paul