Sprüche über Natur
770 Sprüche — Seite 21
In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.
— Johann Wolfgang von Goethe
Auch ein dürrer Baum belebt die Landschaft.
Man kann nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen. Es ist jedesmal ein anderer.
Der Natur zugefügte Verletzungen in Geldwert zu messen verleitet zur Denkweise Unwiederbringliches kaufen zu können.
— Else Pannek
Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unseren menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solcher Siege rächt sie sich an uns.
— Friedrich Engels
Blick in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt!
— Ludwig van Beethoven
Rauher Nord im Februar deutet auf ein gutes Jahr.
Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.
— Albert Camus
Sind die Gänse wohlgeraten, kann man sie grillen und auch braten
Auch der schönste Weg endet irgendwo. Deswegen sollte man rechtzeitig einen anderen suchen.
So oft die Sonne aufersteht, erneuert sich mein Hoffen und bleibet, bis sie untergeht, wie eine Blume offen.
— Gottfried Keller
Ein Baum macht noch keinen Wald.
Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern
— Konfuzius
Es gibt Rosenzüchter, die sich mehr mit den Blattläusen beschäftigen als mit den Rosen.
— Victor Auburtin
Ein strahlender Morgen vor meinem Fenster gibt mir mehr als die Metaphysik der Bücher.
— Walt Whitman
Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun.
Will dir den Frühling zeigen, der hundert Wunder hat. Der Frühling ist waldeigen und kommt nicht in die Stadt.
— Rainer Maria Rilke
Frühling ist ein Mädchen, Sommer eine Mutter, Herbst eine Witwe und Winter eine Stiefmutter.
Den 1. April musst übersteh'n, dann kann dir manch Gut's gescheh'n.
Seht, Brüder, der Frühling ist gekommen. Die Erde wird von der Sonne umarmt, wir werden bald die Ergebnisse dieser Liebe sehen. Jedes Samenkorn ist erwacht, genauso jedes Tier. Durch diese geheimn …