806 Sprüche — Seite 15
In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.
Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.
Vier Worte von einer Frau, die das Selbstvertrauen eines Mannes für immer und ewig zerstören: "Ist er schon drin?".
Wer sich selbst kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennenlernen; es ist alles Zurückstrahlung.
— Georg Christoph Lichtenberg
Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.
— Platon
Lege Wert auf gute Gesellschaft, auch wenn du allein bist.
Verschwende nicht die Zeit mit schlechten Menschen: Gemeines Rohr wird nie dir Zucker geben
— Ludwig van Beethoven
Nur ganz wenige Menschen haben das äußerste Alleinsein in höchster Not erlebt - ein Alleinsein wie im brausenden Meer, im tiefen Schacht, in der Vergessenheit des Schlachtfeldes oder in der Kerkerzell …
— Ernst Thälmann
Nimm dir ein Beispiel an der Natur, selbst an der vom Menschen verwundeten und verwüsteten. Sie ist das Herz deines eigenen Herzens.
Die Ehe verleiht dir kein längeres Leben. Es kommt dir nur länger vor.
Es gibt größere Dinge als unser Einkommen; zum Beispiel unsere Ausgaben.
Es muss verschiedene Rangstufen geben, da alle Menschen herrschen wollen und nicht alle es können.
— Blaise Pascal
Wenn du einen Drachen malst, dann malst du seine Haut, nicht aber seine Knochen. Wenn du einen Menschen kennst, dann kennst du sein Gesicht, nicht aber sein Herz!
Ich liebe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge.
— Augustinus
Liebt ein Mensch den Frieden, wird er nicht zum Feigling.
Auch wenn du gehst, erinnere dich, dass du gekrochen bist
Wer die Menschen ruinieren will, braucht ihnen nur alles zu erlauben.
— Napoleon
Der Staat ist für die Menschen da, und nicht die Menschen für den Staat.
— Albert Einstein
Aus einem Haus, in dem viel gestritten wird, ziehen eines Tages selbst die Hühner aus
Das Volk ist derjenige Teil des Staates, der nicht weiß, was er will.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Stiehl ein Kamel, und sie hängen dich. Stiehl eine Herde, und sie verhandeln mit dir.
Du kannst erst sagen, dass Du jemanden verstanden hast, wenn Du versucht hast, aus seinen Augen zu blicken