806 Sprüche — Seite 37
In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.
Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.
Bei den meisten Menschen altert das Herz mit dem Körper.
— Guy de Maupassant
Die Menschen haben eine Seele, die noch lebt, nachdem der Körper zu Erde geworden ist; sie steigt durch die klare Luft empor, hinauf zu all den glänzenden Sternen.
— Hans Christian Andersen
Vier eigene Wände machen einen Menschen frei.
Die Dummen werden nicht alle
Die zuletzt tanzen, bekommen den meisten Beifall.
Unter Pflicht verstehen wir meistens das, was andere tun sollen.
Es gibt nur ein Mittel, auf den kommenden Tag zu verzichten. Sterben.
— Victor-Marie Hugo
Überall wird mit Wasser gekocht
Mit der Dummheit allein kommt man nicht durch; man braucht auch noch ein bißchen Frechheit dazu.
Wer nicht Fuss fassen kann ... ... sollte wenigstens Händchen halten.
Am tiefsten schmerzen Wunden, uns geschlagen von Menschen, die der Freundschaft Maske tragen.
— Friedrich von Bodenstedt
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das …
— Adolph Kolping
Ich habe mich stets gewundert, warum jeder sich selbst am meisten liebt, aber seines Nachbarn Meinung über sich höher schätzt als seine eigene.
— Mark Aurel
Wie vernünftige Menschen oft sehr dumm sind, so sind die Dummen manchmal sehr gescheit.
— Christian Johann Heinrich Heine
Keinem Menschen etwas zu bedeuten, das ist eines der schwersten Leiden.
— Mutter Theresa
Er nahm bezug auf sein Kopfkissen ... ... und schlief weiter.
Immer wenn ich schweige denke ich. Daher rede ich so viel.
Dem Alltagsstreß kann man entgehen, vermeidet man es aufzustehen.
Früh aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung!
Bevor man sich etwas in den Kopf setzt, sollte man sich vergewissern, dass man einen hat.