806 Sprüche — Seite 25
In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.
Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.
Wenn du immer das letzte Wort haben willst, solltest du mehr Selbstgespräche führen.
Die beste Beschreibung des Menschen ist meiner Ansicht nach: der undankbare Zweifüßler.
— Fjodor M. Dostojewski
Je mehr die Menschen an Sterne glauben, desto weniger glauben sie an das, was über den Sternen ist.
— Albert Schweitzer
Tapferkeit ist ein Anfall, der bei den meisten Menschen schnell vorübergeht.
— Mark Twain
Die guten Herrscher bringen den Menschen eine Ordnung, die sie fröhlicher macht.
Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen.
— Friedrich Nietzsche
Man kann die Menschen in drei Klassen einteilen: Solche, die sich zu Tode arbeiten, solche, die sich zu Tode sorgen, und solche, die sich zu Tode langweilen.
— Winston Churchill
All unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können.
— Arthur Schopenhauer
Frauen sind wie Krawatten: Hat man sie zweimal umschlungen, hat man sie am Hals
Die Hälfte der Menschen lacht auf Kosten der anderen.
— Philippe Destouches
Wenn du die Menschen verurteilst, hast du keine Zeit, sie zu lieben.
— Mutter Theresa
Das Rationale am Menschen sind die Einsichten, die er hat. Das Irrationale an ihm ist, dass er nicht danach handelt
— Friedrich Dürrenmatt
Der Fortschrittsgedanke der Zivilisation hat sich als ein Übermut des Menschen entschleiert
— Karl Theodor Jaspers
Du lernst den Baum kennen, wenn du dich an ihn lehnen willst.
Eigentlich ist es nur des Menschen, gerecht zu sein und Gerechtigkeit zu üben; denn die Götter lassen alle gewähren: Ihre Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.
— Johann Wolfgang von Goethe
Zeige den Menschen ein heiteres Gesicht, denn sie müssen es ansehen.
Wer den Menschen nicht dankt, gibt damit auch seine Undankbarkeit gegen Gott zu erkennen
— Johannes Calvin
Die Menschen in ihrer Überheblichkeit sind wie die umherspringenden Frösche; aber sie können nicht so weit springen, als dass sie Gott zu verletzen vermöchten. Sie wollen ihre Flügel ausbreiten, aber …
— Johannes Calvin
Wer ist ein Snob? Jemand, der sich die Petersilie mit Fleurop schicken lässt.
Der Mensch kann unendlich viel, wenn er die Faulheit abgeschüttelt hat und sich vertraut, dass ihm gelingen muss, was er ernstlich will.
— Ernst Moritz Arndt